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US-Army verlässt Schwetzingen

Kilbourne- und Tompkins-Kaserne sollen bis 2015 an den Bund zurückgegeben werden

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl wurde am Mittwochmittag (23. Juni) persönlich in einem Telefonat von Colonel Bill Butcher, dem Kommandeur der US-Garrison Heidelberg, darüber informiert, dass in der Region Mannheim-Heidelberg aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des amerikanischen Verteidigungsministeriums bis zum Jahr 2015 umfassende Truppenabzüge vorgesehen sind. Betroffen sind davon auch die beiden Schwetzinger Standorte mit der Kilbourne-Kaserne und den Tompkins-Barracks. Die so genannte Training-Area soll bereits in diesem Jahr aufgegeben werden. Gemeinsam mit den US-Truppen wird auch die US-Army Band Schwetzingen verlassen, die seit langem eng mit der Stadt und ihrem Kulturleben verbunden ist.

Oberbürgermeister Dr. Pöltl nahm diese Ankündigung gestern mit großem Bedauern zur Kenntnis: „Die Nachricht vom Truppenabzug kam für uns nicht völlig überraschend, Zeitpunkt und Umfang waren aber bislang so nicht bekannt. Jetzt wissen wir, dass in den nächsten fünf Jahren alle Schwetzinger Truppenteile abgezogen werden. Dies stellt ohne Zweifel eine historische Zäsur für unsere Stadt dar. Der Abzug wird Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt haben. Auch einige Schwetzinger Bürgerinnen und Bürger werden als Zivilangestellte betroffen sein. Wir werden die kommenden Jahre nutzen, uns auf diese Veränderung einzustellen.“

Zugleich bedeutet der Abzug der Amerikaner auch eine große Entwicklungschance für Schwetzingen. Das Areal der Kasernen mit einer Größe von über 40 Hektar bietet viele Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung Schwetzingens, das sonst über nur wenig Entwicklungsflächen für Wohnen und Gewerbe verfügt. OB Dr. Pöltl: „Wir sind mit der Entwicklung des Geländes des ehemaligen Bahnausbesserungswerks bereits gut voran gekommen, so dass eine große Chance besteht, im anstehenden nächsten Schritt die Konversionsflächen der dann frei gewordenen Kasernen gemeinsam mit dem Bund als Grundstückeigentümer einer sinnvollen künftigen städtebaulichen Nutzung zuzuführen.“ Hier seien nunmehr Verwaltung und Gemeinderat gefordert, die nächsten Schritte zu gehen, was auch umgehend passieren werde. Es gebe eine große Perspektive, mit der Entwicklung dieser Flächen Schwetzingen als einen der attraktivsten Wohn- und Arbeitsstandorte im Herzen der Metropolregion weiter zu positionieren. Schwetzingens Oberbürgermeister zeigt sich sehr zuversichtlich, dass dies auch gelingen werde.

Die Stadt Schwetzingen hatte bereits zu Beginn der öffentlichen Abzugsdiskussionen erste Gespräche mit dem Bund als Grundstückseigentümer über das weitere Vorgehen geführt. Diese Gespräche werden nunmehr fortgesetzt.

Die Schwetzinger haben über Jahrzehnte gemeinsam mit den US-Soldaten und ihren Familien in der Stadt gelebt. Es bestand stets eine enge freundschaftliche Beziehung zwischen den Amerikanern und vielen Schwetzingern, die bei zahlreichen Gelegenheiten intensiv gepflegt wurde. OB Dr. Pöltl ist froh, dass die Stadt Schwetzingen die freundschaftlichen Beziehungen zu den USA mit der neuen Städtepartnerschaft zu Fredericksburg/Virginia auch nach Abzug der Truppen fortsetzen wird: „Wir sollten die Verdienste der Amerikaner bei der Befreiung Deutschlands im Jahr 1945 und die vielen freundschaftlichen Kontakte der vergangenen Jahrzehnte keinesfalls vergessen.

 

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Stadtverwaltung Schwetzingen

Andrea Baisch

 
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