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WeldeKleinkunst startete mit Erfolg

Mannheimer Brettl-Künstler Dehoff und Rüb zum Auftakt

Der erste Kleinkunst-Abend in der WeldeBierwelt wurde zum rauschenden Erfolg. Nach drei Zugaben ließen sich die beiden Brettl-Künstler Reginald Dehoff und Valery Rüb nicht noch einmal erweichen. Die zur Kleinkunstbühne umfunktionierte WeldeBierwelt im Sudhaus der Brauerei in Plankstadt war sehr gut besucht und das WeldeKonzept "All inclusive" fand auf Anhieb viele Freunde. Bei der Kleinkunst in der WeldeBierwelt ist alles mit drin: das Programm, kleine Snacks zum Knabbern und alle Getränke zum selber zapfen.

Zum Auftakt der WeldeKleinkunst boten der Mannheimer Schauspieler Reginald Dehoff und Valery Rüb am Klavier und Harmonium ihr Programm "Liebe, Lust und Lotterleben". Der zum Teil schlüpfrige Streifzug führte von Tucholsky, Ringelnatz und Wedekind bis zu eigenen Werke der beiden Künstler. Dabei verblüffte der gewichtige Reginald Dehoff immer wieder mit Metamorphosen - kleinen, stets wechselnden Verkleidungen meist mit Hut und Stola. Das Duo will mit seiner Kunst das Genre "Brettl" der 20er und 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts lebendig halten. Deshalb bringen Dehoff und Rüb auch Lieder von befreundeten Künstlern zu Gehör, die sich ebenfalls diesem Genre verschrieben haben.

Das Publikum gluckste und freute sich, wenn sexhungrige Damen, nach Paris entflohene deutsche Ehemänner oder das Eheleben schlechthin literarisch-musikalisch auf die Schippe genommen wurde. Einiges hatte das Duo im Programm, das vor 70 Jahren noch die Zensur verboten hatte. Für Kenner nachfolgend das Programm im einzelnen:
"Jeder macht´s" (Ralf Benatzky), "Boyz´n girlz" (Dehoff/Rüb), "Wenn man verliebt in jemand ist" (Robert Gilbert / Ralf Siegel), "Ich hol´ Dir vom Himmel das Blau" (Rudolf Schanzer-Welisch / Franz Lehár), "Die Braut" (Günter Neumann), "Danach" ( Kurt Tucholsky / Olaf Bienert), "Stoßseufzer einer Dame in einer bewegten Nacht" (Kurt Tucholsky / Heinz Brüning), "Warum soll den ein Mann nicht mal fremd gehen" (Joe Luga), "Er ist immer so müde" (Günter Neumann), "Carmen" (Annette Postel / Georges Bizet), "Das alte Sofa" (Joe Luga / Karl Niehus), "Ilse" (Frank Wedekind), "Johnny, wenn Du Geburtstags hast" (Friedrich Hollaender), "Die Dame von der alten Schule" (Hans Zerlett / Rudolf Nelson), "Der Triebwagen" (Mischa Mieinek / Olaf Bienert), "Piefke in Paris" (Ralph Benatzky), "Pipi" (Joachim Ringelnatz / Valery Rüb), "Im Liebesfalle" (Julius Freund / Arthur Guttmann), "Ich wär´so gern Sopran" (Reginald Dehoff /Valery Rüb), "Das Brettl-Lied" (Reginald Dehoff /v. Suppé).

Reginald Dehoff hat neben und nach seinem Engagement am Nationaltheater Mannheim bei den Festivals in Auray/Frankreich, Parma/Italien und Schwetzingen/Deutschland gespielt bzw. inszeniert. Sein Begleiter, der unvergleichliche Valery Rüb, ist ein aus Rußland stammender und sowohl im In- wie Ausland bekannter Pianist, der auch als Virtuose auf dem Akkordeon gefeiert wird. Als gefragter Correpetitor wirkt er an den Theatern in Ludwigshafen und Heilbronn.


Das Duo im Spiegel der Kritik: "Ach, was für ein herrlich unterschiedliches Paar... zwei echte Könner ihres Fachs... - Dehoff - überzeugend und mitreißend... ein Diseur von höchsten Gnaden... ein genialer Brett'l-Sänger... stimmlich eine Wucht und darstellerisch umwerfend... die beste Mischung aus Ivan Rebroff und Georgette Dee, die es je gab... ein Falsett, fast wie das Pfeifregister von Erna Sack... der Mann hat einfach alles drauf... Reginald Dehoff demonstriert mit seinem Können, warum er deutsche Theatergeschichte mitschreibt. - Rüb seine ideale Ergänzung... ein As von einem Pianisten... mit tiefrührendem Pianospiel... hochgradige Akkordeonvirtuosität... - Ein perfektes Gespann eben... - ein Erlebnis! - ...eine Wucht! (Mannheimer Morgen / Die Rheinpfalz / Darmstädter Echo u.a.)

WeldeKleinkunst - All inclusive. Info und Kartentelefon: 06202/9300-48.

Verantwortlich für den Inhalt:
Welde Privatbrauerei, Plankstadt
Herbert Rabl

 
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