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Palmbräu gewinnt mit Welde einen starken Partner - Hilfe bei der Sanierung und strategische Kooperation

Die Traditionsbrauerei Palmbräu – Stolz des Kraichgaus (Eppingen) hat gemeinsam mit der Specialitätenbrauerei Welde (Schwetzingen/Plankstadt) ein Sanierungskonzept und eine strategische Partnerschaft erarbeitet. Herzstück dieser Partnerschaft sind eine Sanierung von Palmbräu als eigenständige, inhabergeführte Familienbrauerei und verbesserte Vertriebschancen für beide Brauereien. Im Zuge der Sanierung sollen nach Aussage der beiden Partner die Arbeitsplätze bei Palmbräu erhalten bleiben. Die beiden Partner haben für ihre Konzeptüberlegung im Grundsatz die Zustimmung des Insolvenzverwalters Ado Nika und der Gläubigerbanken erhalten. Die Geschäftsleiter der beiden familiengeführten Privatbrauereien Palmbräu und Welde, Andreas und Georg Polster sowie Dr. Hans Spielmann, stellten am Donnerstag (15. August) die Kernpunkte des Konzeptes vor.

Aus der Sicht von Palmbräu haben letztlich zahlreiche gleichgelagerte Interessen und Arbeitsabläufe sowie ein sich ergänzendes Marketing den Ausschlag für eine strategische Partnerschaft mit Welde gegeben. Andere Varianten hat Palmbräu geprüft, aber vor allem deshalb verworfen, weil die Eigenständigkeit von Palmbräu als inhabergeführte Traditionsbrauerei am Standort Eppingen nicht gewährleistet schien. Zudem besteht mit Welde bereits seit vielen Jahren eine konstruktive Kooperation, die stets als partnerschaftlich erlebt wurde. Entscheidend war auch die persönliche jahrzehntelange Freundschaft der beiden Brauereifamilien. Mit dem angedachten Sanierungsvertrag ist für die Familie Zorn / Polster die Garantie verbunden, dass Palmbräu auch in Zukunft von den Nachkommen der Gründerfamilie geführt wird.

Nach der erwarteten Zustimmung des Insolvensverwalters und der Gläubigerbanken werden die Familien Polster und Spielmann in die neue, gemeinsame „Palmbräu GmbH“ Kapital einbringen und eine strategische Partnerschaft begründen. Der unternehmerische Betrieb von Palmbräu kann auf dieser Basis in vollem Umfang weiterlaufen. Nicht zuletzt der große Erfolg des Unterländer Volksfestes in Heilbronn und die überwältigende Solidarität der Kunden sowie der Bevölkerung für Palmbräu hat diese Entwicklung begünstigt. Auch in Zukunft wird Palmbräu ausschließlich heimische Eppinger Goldgerste verwenden.

Marktpolitisch wollen im Rahmen des Sanierungsvertrages zwei etwa gleich große, familiengeführte Privatbrauereien kooperieren, die jeweils in ihrer angestammten Region fest verankert sind. Beide Brauereien verkaufen pro Jahr etwa 100.000 Hektoliter Getränke und können sich auch in Bezug auf die Unternehmensgröße als Partner begreifen. Dabei ist die bei Palmbräu und bei Welde entwickelte Markenpflege so unterschiedlich, dass die starken, umsatztragenden Produkte zueinander nicht in unmittelbarer Konkurrenz stehen, sondern sich nach Einschätzung der Geschäftsführer im Markt optimal ergänzen.

Außerdem ergeben sich vielfältige Synergieeffekte bei den Arbeitsabläufen und im Bereich der Logistik. Welde wird in Zukunft alkoholfreie Getränke bei Palmbräu herstellen lassen.
Vor diesem Hintergrund ist das Kernstück der strategischen Kooperation die Öffnung der jeweiligen Absatzmärkte, wodurch sich für Palmbräu und für Welde neue Umsatzperspektiven ergeben.

Die Partner Andreas und Georg Polster (Palmbräu) sowie Dr. Hans Spielmann (Welde) würdigten bei der Vorstellung des Sanierungskonzeptes auch die Haltung der Gläubigerbanken, die mit ihrer ebenso kritischen wie solidarischen Begleitung der Erarbeitung des Sanierungskonzepts „konstruktive Mittelstandspolitik unter Beweis gestellt haben“.

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